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	<title>Kommentare zu: Politische Geographie</title>
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	<description>Nachdenken über Politik, Gesellschaft und Kirche.</description>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/09/23/politische-geographie/#comment-170</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 07:38:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hätte gerade die entgegengesetzte Kritik erwartet: Zu untauglich das Datenmaterial im konkreten Fall, zu grob und zu wenig reflektiert die Auswertungsmethode, und dank der plakativen Darstellung gerade anfällig dafür, daß man auch &lt;a href=&quot;http://www.phdcomics.com/comics/archive/phd051809s.gif&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;plakative Schlüsse&lt;/a&gt; daraus zieht, und damit gerade eine &lt;em&gt;journalistische&lt;/em&gt; und keine &lt;em&gt;politikwissenschaftliche&lt;/em&gt; Herangehensweise.

Für den Journalismus sehe ich den Gewinn darin, daß solche Methoden sich eignen, um komplexe Datenreihen auf einen Blick erfaßbar und intuitiv bewertbar zu machen. Zu oft werden noch (ein besonders abschreckendes Beispiel ist die &lt;a href=&quot;http://www.herder-korrespondenz.de/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Herder-Korrespondenz&lt;/a&gt;) ganze Absätze mit dem Referieren von Zahlenreihen gefüllt, wo eine Tabelle schon visualisierende Avantgarde wäre. Die Zeit macht es mit ihren &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/suche/index?q=deutschlandkarte&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Deutschlandkarten&lt;/a&gt; vor, wie man auch arbeiten könnte. Mit Nachdruck möchte ich auch nochmal das &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E878D7F152F224C9FA602A0DAC5BCDB0E~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Interview mit Adrian Holovaty&lt;/a&gt; in der FAZ empfehlen, der auch einiges zum Umschlag von Quantität in Qualität durch die Nutzung von solchen Methoden zu sagen hat.

Mir scheint es eine Notwendigkeit, daß Journalisten solche Möglichkeiten zur Verfügung haben: Heute, wo Speicherplatz nichts kostet und Information in rauen Mengen zur Verfügung steht, braucht es neue Methoden, um diese Flut journalistisch aufzubereiten. Einer umfangreichen Datensammlung wie die von &lt;a href=&quot;http://www.wen-waehlen.de/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;wen-waehlen.de&lt;/a&gt; kann man sich entweder anekdotisch nähern oder mit quantitativen Methoden.

(Den Hornissenplatzhirsch finde ich übrigens gerade aus einer wissenschaftlichen Warte interessant, die sich mit politischer Mentalität befaßt; den Nachrichtenwert schätze ich eher gering ein.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte gerade die entgegengesetzte Kritik erwartet: Zu untauglich das Datenmaterial im konkreten Fall, zu grob und zu wenig reflektiert die Auswertungsmethode, und dank der plakativen Darstellung gerade anfällig dafür, daß man auch <a href="http://www.phdcomics.com/comics/archive/phd051809s.gif">plakative Schlüsse</a> daraus zieht, und damit gerade eine <em>journalistische</em> und keine <em>politikwissenschaftliche</em> Herangehensweise.</p>
<p>Für den Journalismus sehe ich den Gewinn darin, daß solche Methoden sich eignen, um komplexe Datenreihen auf einen Blick erfaßbar und intuitiv bewertbar zu machen. Zu oft werden noch (ein besonders abschreckendes Beispiel ist die <a href="http://www.herder-korrespondenz.de/">Herder-Korrespondenz</a>) ganze Absätze mit dem Referieren von Zahlenreihen gefüllt, wo eine Tabelle schon visualisierende Avantgarde wäre. Die Zeit macht es mit ihren <a href="http://www.zeit.de/suche/index?q=deutschlandkarte">Deutschlandkarten</a> vor, wie man auch arbeiten könnte. Mit Nachdruck möchte ich auch nochmal das <a href="http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E878D7F152F224C9FA602A0DAC5BCDB0E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Interview mit Adrian Holovaty</a> in der FAZ empfehlen, der auch einiges zum Umschlag von Quantität in Qualität durch die Nutzung von solchen Methoden zu sagen hat.</p>
<p>Mir scheint es eine Notwendigkeit, daß Journalisten solche Möglichkeiten zur Verfügung haben: Heute, wo Speicherplatz nichts kostet und Information in rauen Mengen zur Verfügung steht, braucht es neue Methoden, um diese Flut journalistisch aufzubereiten. Einer umfangreichen Datensammlung wie die von <a href="http://www.wen-waehlen.de/">wen-waehlen.de</a> kann man sich entweder anekdotisch nähern oder mit quantitativen Methoden.</p>
<p>(Den Hornissenplatzhirsch finde ich übrigens gerade aus einer wissenschaftlichen Warte interessant, die sich mit politischer Mentalität befaßt; den Nachrichtenwert schätze ich eher gering ein.)</p>
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		<title>Von: Deichranger</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/09/23/politische-geographie/#comment-169</link>
		<dc:creator>Deichranger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 18:55:12 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Neumann,

ich kann wohl erkennen, welchen Erkenntnisgewinn der Politologe von dieser Auswertung hat. 
Inwieweit sie jedoch dem Journalismus irgendetwas Sinnvolles hinzufügt - das nun nicht. Das einzig annähernd nachrichtentaugliche Ergebnis - den schwarzgelben Platzhirschstatus - haben Sie herausgestellt. Aber ob das schon reicht, um für mehr statt weniger quantitativ aufgejazzte Meldungen à la &quot;Wie eine Studie der renommierten Bla-Universität zeigte&quot; zu plädieren, das beantworteten in einer Blitzumfrage bei mir zu Hause 100 % der Befragten mit &quot;Nein.&quot;!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Neumann,</p>
<p>ich kann wohl erkennen, welchen Erkenntnisgewinn der Politologe von dieser Auswertung hat.<br />
Inwieweit sie jedoch dem Journalismus irgendetwas Sinnvolles hinzufügt &#8211; das nun nicht. Das einzig annähernd nachrichtentaugliche Ergebnis &#8211; den schwarzgelben Platzhirschstatus &#8211; haben Sie herausgestellt. Aber ob das schon reicht, um für mehr statt weniger quantitativ aufgejazzte Meldungen à la &#8220;Wie eine Studie der renommierten Bla-Universität zeigte&#8221; zu plädieren, das beantworteten in einer Blitzumfrage bei mir zu Hause 100 % der Befragten mit &#8220;Nein.&#8221;!</p>
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