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	<title>Kommentare zu: So einfach ist das?</title>
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	<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/</link>
	<description>Nachdenken über Politik, Gesellschaft und Kirche.</description>
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		<title>Von: Benni Bärmann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-968</link>
		<dc:creator>Benni Bärmann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:36:15 +0000</pubDate>
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		<description>Die Marktgesetze sind nicht konstant sondern historisch spezifisch. Aber diese Geschichtsfälschung ist tatsächlich zentral für die liberale Ideologie: Der Markt wird naturalisiert um ihn rechtfertigen zu können.

Auch wenn ich wahrscheinlich ausgelacht werde, einem Hayekianer Marx zu empfehlen, aber tatsächlich ist das letzte Kapitel im ersten Band des Kapitals zur &quot;ursprünglichen Akkumulation&quot; noch heute in dieser Frage absolut lesenswert: http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm

Da ist nix von &quot;logischen Gesetzen&quot; wie es in Deinem Link heißt, sondern nur von sozialen Beziehungen und die sind nun mal immer kontingent.

Und gerade Commons Based Peer Production unter &quot;Eingriffe in den Markt&quot; (oder umgekehrt als &quot;Wirken von Marktgesetzen) zu subsumieren ist wirklich an Absurdität kaum noch zu überbieten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Marktgesetze sind nicht konstant sondern historisch spezifisch. Aber diese Geschichtsfälschung ist tatsächlich zentral für die liberale Ideologie: Der Markt wird naturalisiert um ihn rechtfertigen zu können.</p>
<p>Auch wenn ich wahrscheinlich ausgelacht werde, einem Hayekianer Marx zu empfehlen, aber tatsächlich ist das letzte Kapitel im ersten Band des Kapitals zur &#8220;ursprünglichen Akkumulation&#8221; noch heute in dieser Frage absolut lesenswert: <a href="http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm">http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm</a></p>
<p>Da ist nix von &#8220;logischen Gesetzen&#8221; wie es in Deinem Link heißt, sondern nur von sozialen Beziehungen und die sind nun mal immer kontingent.</p>
<p>Und gerade Commons Based Peer Production unter &#8220;Eingriffe in den Markt&#8221; (oder umgekehrt als &#8220;Wirken von Marktgesetzen) zu subsumieren ist wirklich an Absurdität kaum noch zu überbieten.</p>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-837</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 12:45:42 +0000</pubDate>
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		<description>Ja: Die Welt ist voll von verschiedenen Wirtschaftsmodellen, die Marktgesetze bleiben aber konstant. (Dazu auch sehr schön &lt;a href=&quot;http://liberalesinstitut.wordpress.com/2009/12/10/sind-die-marktgesetze-dem-historischen-wandel-unterworfen/&quot;&gt;Gérard Bökenkamp: Sind die Marktgesetze dem historischen Wandel unterworfen?&lt;/a&gt;) Insofern ist dann der Markt tatsächlich nicht besser als andere Wirtschaftsformen; Marktgesetze sind allem vorgelagert. (Und erst im zweiten Schritt kann man dann mit Hayek mitgehen oder nicht, wenn er darlegt, warum diese Gesetze auch zu einem besseren Ergebnis führen.) Ob man jeden Eingriff dann mit Hayek Befehl oder Plan nennen will, kann man diskutieren. Formelle (Recht, Ordnungspolitik) oder informelle (Tradition, Tabus) Regulierungen scheinen mir jedenfalls auf diese Formel zu bringen zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja: Die Welt ist voll von verschiedenen Wirtschaftsmodellen, die Marktgesetze bleiben aber konstant. (Dazu auch sehr schön <a href="http://liberalesinstitut.wordpress.com/2009/12/10/sind-die-marktgesetze-dem-historischen-wandel-unterworfen/">Gérard Bökenkamp: Sind die Marktgesetze dem historischen Wandel unterworfen?</a>) Insofern ist dann der Markt tatsächlich nicht besser als andere Wirtschaftsformen; Marktgesetze sind allem vorgelagert. (Und erst im zweiten Schritt kann man dann mit Hayek mitgehen oder nicht, wenn er darlegt, warum diese Gesetze auch zu einem besseren Ergebnis führen.) Ob man jeden Eingriff dann mit Hayek Befehl oder Plan nennen will, kann man diskutieren. Formelle (Recht, Ordnungspolitik) oder informelle (Tradition, Tabus) Regulierungen scheinen mir jedenfalls auf diese Formel zu bringen zu sein.</p>
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		<title>Von: Benni Bärmann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-832</link>
		<dc:creator>Benni Bärmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 19:18:32 +0000</pubDate>
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		<description>Commons Based Peer Production wurde von Benkler als drittes so benannt. Eine Extrakurze Definition gibts hier: http://www.keimform.de/2010/commons-und-peer-produktion/ Mehr im Rest des Blogs.

Daneben gibt es ja aber auch noch Subsistenz, Feudalismus, undundund, die menschliche Geschichte ist doch voll von Beispielen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Commons Based Peer Production wurde von Benkler als drittes so benannt. Eine Extrakurze Definition gibts hier: <a href="http://www.keimform.de/2010/commons-und-peer-produktion/">http://www.keimform.de/2010/commons-und-peer-produktion/</a> Mehr im Rest des Blogs.</p>
<p>Daneben gibt es ja aber auch noch Subsistenz, Feudalismus, undundund, die menschliche Geschichte ist doch voll von Beispielen.</p>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-830</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 17:36:56 +0000</pubDate>
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		<description>Dann gerne her damit – die Argumente für den Markt haben mich bisher überzeugen können, und ich sehe auch kein Drittes zu Hayeks »Markt oder Befehl«:
&lt;blockquote&gt;
In einer komplexen Gesellschaft hat der Mensch keine andere Wahl, als sich entweder an die für ihn blind erscheinenden Kräfte des sozialen Prozesses anzupassen, oder den Anordnungen eines Übergeordneten zu gehorchen. Solange er nur die harte Schule des Marktes kennt, wird er vielleicht denken, daß die Leitung durch einen anderen vernünftigen Kopf besser wäre; aber wenn es zum Versuch kommt, entdeckt er bald, daß ihm der erstere immer noch wenigstens einige Wahl läßt, während ihm der letztere gar keine läßt, und daß es besser ist, die Wahl zwischen verschiedenen unangenehmen Möglichkeiten zu haben, als zu einer von ihnen gezwungen zu werden.
&lt;em&gt;Individualismus und wirtschaftliche Ordnung, 2. Aufl., Salzburg 1976, S. 38 f.)&lt;/em&gt;
&lt;/blockquote&gt;
Der freie, unregulierte Markt (als Naturzustand) ist in jedem Fall das Betriebssystem, auf das dann diese Alternativen aufsetzen müßten. (Ordoliberalismus, wie er mir sinnvoll scheint, wäre eine Alternative.) Ich glaube nicht, daß sich Marktmechanismen aushebeln lassen. Aber ich bin ehrlich daran interessiert, welches Drittes zu Markt oder Plan es geben könnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dann gerne her damit – die Argumente für den Markt haben mich bisher überzeugen können, und ich sehe auch kein Drittes zu Hayeks »Markt oder Befehl«:</p>
<blockquote><p>
In einer komplexen Gesellschaft hat der Mensch keine andere Wahl, als sich entweder an die für ihn blind erscheinenden Kräfte des sozialen Prozesses anzupassen, oder den Anordnungen eines Übergeordneten zu gehorchen. Solange er nur die harte Schule des Marktes kennt, wird er vielleicht denken, daß die Leitung durch einen anderen vernünftigen Kopf besser wäre; aber wenn es zum Versuch kommt, entdeckt er bald, daß ihm der erstere immer noch wenigstens einige Wahl läßt, während ihm der letztere gar keine läßt, und daß es besser ist, die Wahl zwischen verschiedenen unangenehmen Möglichkeiten zu haben, als zu einer von ihnen gezwungen zu werden.<br />
<em>Individualismus und wirtschaftliche Ordnung, 2. Aufl., Salzburg 1976, S. 38 f.)</em>
</p></blockquote>
<p>Der freie, unregulierte Markt (als Naturzustand) ist in jedem Fall das Betriebssystem, auf das dann diese Alternativen aufsetzen müßten. (Ordoliberalismus, wie er mir sinnvoll scheint, wäre eine Alternative.) Ich glaube nicht, daß sich Marktmechanismen aushebeln lassen. Aber ich bin ehrlich daran interessiert, welches Drittes zu Markt oder Plan es geben könnte.</p>
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		<title>Von: Benni Bärmann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-829</link>
		<dc:creator>Benni Bärmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 17:26:34 +0000</pubDate>
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		<description>Daraus, dass zentrale Planung schlecht ist, folgt ja noch nicht, dass der Markt besser ist. Als gäbe es nicht auch noch tausend andere Möglichkeiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Daraus, dass zentrale Planung schlecht ist, folgt ja noch nicht, dass der Markt besser ist. Als gäbe es nicht auch noch tausend andere Möglichkeiten.</p>
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	<item>
		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-293</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 12:22:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=665#comment-293</guid>
		<description>Zentral ist, daß diese Frage überhaupt gestellt wird: »[Ü]berwiegt der gewonnene Nutzen die Kosten? (Marktversagen &gt; Politikversagen?)«

Wir sind momentan immer schnell dabei, davon auszugehen, daß ein staatlicher Eingriff per se gut ist (da gut gemeint), mit der Folge einer steten Ausweitung der Verregelung jedes Lebensbereichs. Gerechtigkeit hat im öffentlichen Diskurs weniger mit Chancengleichheit als mit Ergebnisgleichheit zu tun, und damit ist die Aufgabe des Staates immer mehr, die Endausstattung zu nivellieren – und nicht die Anfangsausstattung.

Der Markt dagegen ermöglicht Gewaltenteilung: Natürlich wird es falsche Einschätzungen und daraus folgend falsches Handeln geben – das kann aber bei einzelnen nie so gravierend sein, wie wenn eine Zentralgewalt diese Entscheidung für alle trifft. (Zumal diese Zentralgewalt dann auch noch paternalistisch die Kompetenz zur Bewertung der Entscheidungen an sich reißen muß.) Daher ist gerade der Verweis auf unvollständige Information ein Argument für den Markt: Im Markt können die einzelnen Martteilnehmer ihre jeweils zur Verfügung stehenden Informationen nutzen. Eine zentrale Entscheidung über solche Fragen muß sich dagegen Anmaßen, all das Wissen auch zu haben, das die einzelnen haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zentral ist, daß diese Frage überhaupt gestellt wird: »[Ü]berwiegt der gewonnene Nutzen die Kosten? (Marktversagen > Politikversagen?)«</p>
<p>Wir sind momentan immer schnell dabei, davon auszugehen, daß ein staatlicher Eingriff per se gut ist (da gut gemeint), mit der Folge einer steten Ausweitung der Verregelung jedes Lebensbereichs. Gerechtigkeit hat im öffentlichen Diskurs weniger mit Chancengleichheit als mit Ergebnisgleichheit zu tun, und damit ist die Aufgabe des Staates immer mehr, die Endausstattung zu nivellieren – und nicht die Anfangsausstattung.</p>
<p>Der Markt dagegen ermöglicht Gewaltenteilung: Natürlich wird es falsche Einschätzungen und daraus folgend falsches Handeln geben – das kann aber bei einzelnen nie so gravierend sein, wie wenn eine Zentralgewalt diese Entscheidung für alle trifft. (Zumal diese Zentralgewalt dann auch noch paternalistisch die Kompetenz zur Bewertung der Entscheidungen an sich reißen muß.) Daher ist gerade der Verweis auf unvollständige Information ein Argument für den Markt: Im Markt können die einzelnen Martteilnehmer ihre jeweils zur Verfügung stehenden Informationen nutzen. Eine zentrale Entscheidung über solche Fragen muß sich dagegen Anmaßen, all das Wissen auch zu haben, das die einzelnen haben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Punk</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-292</link>
		<dc:creator>Punk</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 12:21:21 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Mit Effizienz ist hier Effizienz im Sinne von Pareto gemeint (
siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficiency [so funzt der link richtig]). Daher auch meine Kritik bezüglich Gerechtigkeit.&quot;

Effizienz würde ich naiverweise halt so definieren, dass man vorhandene Bedürfnisse (z.B. Hunger) mit möglichst wenig Aufwand möglichst gut befriedigt.
Wenn ich das Pareto-Konzept richtig verstanden habe, dann geht es darum, dass niemand besser gestellt wird (to make any person better off), indem jemandem anderem etwas weggenommen wird. Klingt ja gar nicht schlecht. Es klingt sogar nach Gerechtigkeit: Alle werden gleich behandelt.
Nun gibt es jedoch ökonomische Ungleichheit, die sich übrigens dadurch hergestellt hat, dass anders als nach dem Pareto-Konzept verfahren wurde (Fronarbeit, Vertreibung vom Land). Das vorausgesetzt braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Pareto-Konzept die ökonomische Ungleichheit reproduziert.
Für mich sollte tatsächlich bereits Hunger der Grund für den Erhalt von Nahrung sein. Da es immer noch genug für alle Menschen zu essen gibt, dürfte das eigentlich auch keine Utopie sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mit Effizienz ist hier Effizienz im Sinne von Pareto gemeint (<br />
siehe <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficiency">http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficiency</a> [so funzt der link richtig]). Daher auch meine Kritik bezüglich Gerechtigkeit.&#8221;</p>
<p>Effizienz würde ich naiverweise halt so definieren, dass man vorhandene Bedürfnisse (z.B. Hunger) mit möglichst wenig Aufwand möglichst gut befriedigt.<br />
Wenn ich das Pareto-Konzept richtig verstanden habe, dann geht es darum, dass niemand besser gestellt wird (to make any person better off), indem jemandem anderem etwas weggenommen wird. Klingt ja gar nicht schlecht. Es klingt sogar nach Gerechtigkeit: Alle werden gleich behandelt.<br />
Nun gibt es jedoch ökonomische Ungleichheit, die sich übrigens dadurch hergestellt hat, dass anders als nach dem Pareto-Konzept verfahren wurde (Fronarbeit, Vertreibung vom Land). Das vorausgesetzt braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Pareto-Konzept die ökonomische Ungleichheit reproduziert.<br />
Für mich sollte tatsächlich bereits Hunger der Grund für den Erhalt von Nahrung sein. Da es immer noch genug für alle Menschen zu essen gibt, dürfte das eigentlich auch keine Utopie sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-291</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 12:00:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=665#comment-291</guid>
		<description>Der Fehler in der Argumentation liegt darin, daß ein ideales System (die Marktwirtschaft) an einem tatsächlich existierenden (der Situation zum Beispiel in Somalia, in Nordkorea, in Darfur) gemessen wird, und man daraus schließt (da die tatsächlich existierende Situation unbefriedigend ist), daß ein anderes ideales System (zum Beispiel eine staatlich kontrollierte Wirtschaft) es viel besser machen würde:

&lt;blockquote&gt;
In […] “Information and Efficiency: Another Viewpoint” […] Harold Demsetz criticizes the standard approach to welfare economics, labelling it the “nirvana approach” to institutional analysis. This involves casting a harsh spotlight on the operation of one institution (the market), but taking a naïve and romantic view of the alternative (government). The only sensible response to an imperfect world is to treat both the market and the government as imperfect and ask which performs better. &lt;em&gt;(Brad Taylor, &lt;a href=&quot;http://www.fr33agents.com/821/a-beginners-guide-to-arguing-with-statists-the-nirvana-fallacy/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;A Beginners Guide to Arguing with Statists: The Nirvana Fallacy&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;
&lt;/blockquote&gt;

Deinem Einwand liegt die Annahme zugrunde, daß für die Nahrungsverteilung allein (oder zumindest primär) Marktkräfte verantwortlich sind. Das ist aber nicht so. Hunger ist vor allem dort ein Problem, wo ein geordneter Markt gerade nicht möglich ist: Durch Exportsubventionen des Auslands, durch Saatgutpatente, durch Subventionen und Steuern, die künstlich Anreize schaffen, durch korrupte Machteliten, sogar durch &lt;a href=&quot;http://blog.zeit.de/kongo/?p=181&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;»Entwicklungshilfe«&lt;/a&gt;.

Wo hungern Menschen: In marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften – oder dort, wo nicht der ordungspolitische Rahmen für eine freie Marktwirtschaft gegeben ist?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fehler in der Argumentation liegt darin, daß ein ideales System (die Marktwirtschaft) an einem tatsächlich existierenden (der Situation zum Beispiel in Somalia, in Nordkorea, in Darfur) gemessen wird, und man daraus schließt (da die tatsächlich existierende Situation unbefriedigend ist), daß ein anderes ideales System (zum Beispiel eine staatlich kontrollierte Wirtschaft) es viel besser machen würde:</p>
<blockquote><p>
In […] “Information and Efficiency: Another Viewpoint” […] Harold Demsetz criticizes the standard approach to welfare economics, labelling it the “nirvana approach” to institutional analysis. This involves casting a harsh spotlight on the operation of one institution (the market), but taking a naïve and romantic view of the alternative (government). The only sensible response to an imperfect world is to treat both the market and the government as imperfect and ask which performs better. <em>(Brad Taylor, <a href="http://www.fr33agents.com/821/a-beginners-guide-to-arguing-with-statists-the-nirvana-fallacy/">A Beginners Guide to Arguing with Statists: The Nirvana Fallacy</a>)</em>
</p></blockquote>
<p>Deinem Einwand liegt die Annahme zugrunde, daß für die Nahrungsverteilung allein (oder zumindest primär) Marktkräfte verantwortlich sind. Das ist aber nicht so. Hunger ist vor allem dort ein Problem, wo ein geordneter Markt gerade nicht möglich ist: Durch Exportsubventionen des Auslands, durch Saatgutpatente, durch Subventionen und Steuern, die künstlich Anreize schaffen, durch korrupte Machteliten, sogar durch <a href="http://blog.zeit.de/kongo/?p=181">»Entwicklungshilfe«</a>.</p>
<p>Wo hungern Menschen: In marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften – oder dort, wo nicht der ordungspolitische Rahmen für eine freie Marktwirtschaft gegeben ist?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Kienle</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-286</link>
		<dc:creator>Andreas Kienle</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 05:31:14 +0000</pubDate>
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		<description>»“Dass Märkte unter bestimmten Voraussetzungen zu einer effizienten Allokation führen, ist mittlerweile ja unstrittig.”

Es gibt genug zu Essen für alle Menschen, aber gar nicht so wenige verhungern. Effiziente Allokation sähe anders aus.«

Mit Effizienz ist hier Effizienz im Sinne von Pareto gemeint (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficient). Daher auch meine Kritik bezüglich Gerechtigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>»“Dass Märkte unter bestimmten Voraussetzungen zu einer effizienten Allokation führen, ist mittlerweile ja unstrittig.”</p>
<p>Es gibt genug zu Essen für alle Menschen, aber gar nicht so wenige verhungern. Effiziente Allokation sähe anders aus.«</p>
<p>Mit Effizienz ist hier Effizienz im Sinne von Pareto gemeint (siehe <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficient">http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficient</a>). Daher auch meine Kritik bezüglich Gerechtigkeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Punk</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/10/02/so-einfach-ist-das/#comment-279</link>
		<dc:creator>Punk</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 21:51:29 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Dass Märkte unter bestimmten Voraussetzungen zu einer effizienten Allokation führen, ist mittlerweile ja unstrittig.&quot;

Es gibt genug zu Essen für alle Menschen, aber gar nicht so wenige verhungern. Effiziente Allokation sähe anders aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dass Märkte unter bestimmten Voraussetzungen zu einer effizienten Allokation führen, ist mittlerweile ja unstrittig.&#8221;</p>
<p>Es gibt genug zu Essen für alle Menschen, aber gar nicht so wenige verhungern. Effiziente Allokation sähe anders aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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