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	<title>Kommentare zu: Sex mit Tieren – Netzpolitik über Bande</title>
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	<description>Nachdenken über Politik, Gesellschaft und Kirche.</description>
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		<title>Von: mki</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-2430</link>
		<dc:creator>mki</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 14:48:34 +0000</pubDate>
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		<description>Kleiner Nachtrag zum Nachtrag: 
http://www.20min.ch/news/basel/story/14010752</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kleiner Nachtrag zum Nachtrag:<br />
<a href="http://www.20min.ch/news/basel/story/14010752">http://www.20min.ch/news/basel/story/14010752</a></p>
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		<title>Von: drogenhund</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-743</link>
		<dc:creator>drogenhund</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:47:53 +0000</pubDate>
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		<description>Kleiner Nachtrag:

Eine Ähnliche Position wie Peter Singer und Martha Nussbaum vertritt auch Jacob M. Appel. http://www.opposingviews.com/i/three-reasons-society-shouldn-t-rush-to-condemn-bestiality - Zitat: &quot;Unfortunately, the legislative debate over these bans [of zoophilia] has lacked even the pretense of serious reflection or intellectual rigor.  Instead, most lawmakers have relied upon widespread public repugnance to justify legal action.&quot; Die Hessen-CDU lässt grüßen.

Eine mögliche Gegenposition, sowohl zu Appel als auch zu Singer, lässt sich wohl unter der Verteidung des &quot;human exceptionalism&quot; zusammenfasen. So etwa Wesley J. Smith, http://www.firstthings.com/blogs/secondhandsmoke/2010/04/18/bestiality-besmirching-intrinsic-human-dignity/comment-page-1/ und, als direkte Antwort auf Appel, http://www.opposingviews.com/i/bestiality-is-wrong-and-degrading-a-response-to-jacob-appel

Übrigens: was für Folgen es in der Praxis haben kann, wenn sexuell motivierte(!) Handlungen von Menschen an Tieren verboten sind, lässt sich derzeit in der Schweiz beobachten. Siehe http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/13777838 und http://www.20min.ch/news/basel/story/19914767</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kleiner Nachtrag:</p>
<p>Eine Ähnliche Position wie Peter Singer und Martha Nussbaum vertritt auch Jacob M. Appel. <a href="http://www.opposingviews.com/i/three-reasons-society-shouldn-t-rush-to-condemn-bestiality">http://www.opposingviews.com/i/three-reasons-society-shouldn-t-rush-to-condemn-bestiality</a> &#8211; Zitat: &#8220;Unfortunately, the legislative debate over these bans [of zoophilia] has lacked even the pretense of serious reflection or intellectual rigor.  Instead, most lawmakers have relied upon widespread public repugnance to justify legal action.&#8221; Die Hessen-CDU lässt grüßen.</p>
<p>Eine mögliche Gegenposition, sowohl zu Appel als auch zu Singer, lässt sich wohl unter der Verteidung des &#8220;human exceptionalism&#8221; zusammenfasen. So etwa Wesley J. Smith, <a href="http://www.firstthings.com/blogs/secondhandsmoke/2010/04/18/bestiality-besmirching-intrinsic-human-dignity/comment-page-1/">http://www.firstthings.com/blogs/secondhandsmoke/2010/04/18/bestiality-besmirching-intrinsic-human-dignity/comment-page-1/</a> und, als direkte Antwort auf Appel, <a href="http://www.opposingviews.com/i/bestiality-is-wrong-and-degrading-a-response-to-jacob-appel">http://www.opposingviews.com/i/bestiality-is-wrong-and-degrading-a-response-to-jacob-appel</a></p>
<p>Übrigens: was für Folgen es in der Praxis haben kann, wenn sexuell motivierte(!) Handlungen von Menschen an Tieren verboten sind, lässt sich derzeit in der Schweiz beobachten. Siehe <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/13777838">http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/13777838</a> und <a href="http://www.20min.ch/news/basel/story/19914767">http://www.20min.ch/news/basel/story/19914767</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-660</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 16:17:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1904#comment-660</guid>
		<description>Ich habe das Gefühl, daß meine Argumentation überhaupt nicht nachvollzogen wurde. Der letzte Absatz spricht eine deutliche Sprache: »Perverse Gelüste« ist nichts, was in irgendeiner Form für einen rationalen politischen Diskurs geeignet ist. »Perverse Gelüste« ist ein Mittel, das nicht auf Diskussion und Argumente abzielt, sondern an Emotionen appelliert, namentlich an Ekel. Die bloße Behauptung, etwas sei »pervers«, hat keinerlei Aussagegehalt, außer: »Ich finde das pervers und möchte meine ästhetische oder moralische Wertentscheidung anderen vorschreiben.« Zu einer freiheitlichen Politik kann es nicht gehören, anderen aufgrund von Unterstellungen und ästhetischen oder moralischen Werturteilen Rechte abzusprechen. Es braucht Argumente. Freiheiten sollten in einem Rechtsstaat nur dann beschnitten werden, wenn ihre Ausübung mit den Freiheitsrechten anderer kollidiert, nicht um anderen die eigenen Sittlichkeitsvorstellungen aufzuzwingen.

Daß man Zoophilie (oder Sex vor der Ehe, oder Homosexualität, oder Sex zwischen Senioren oder Behinderten, oder Masturbation, oder Hosen zu tragen, oder Röcke zu tragen) selbst amoralisch oder pervers findet, ist kein politisches Argument. Selbstverständlich muß es in einem freiheitlichen Staat möglich sein, auch die sexuellen Bedürfnisse auszuleben, sofern sie sich nicht gegen die Selbstbestimmung anderer richten, selbst und gerade dann, wenn sie irgendjemand für »perverse Gelüste« hält.

Vom »heiligen Internet« war nie die Rede, auch nicht davon, daß es generell nicht reguliert werden dürfe. Mir geht es darum aufzuzeigen, wie von der hessischen CDU eine Politik des Ekels betrieben wird, wie an niedere Instinkte appelliert wird, um eine rationale Auseinandersetzung zu torpedieren.

Die Frage nach der moralischen Bewertung von Zoophilie kann auch ohne Kampfbegriffe wie »pervers« geführt werden.

Juristisch ist die Sachlage klar: Tiere sind im Recht wie Sachen zu behandeln, was darüber hinausgeht ist konsequent im Tierschutzrecht geregelt. Schreibt man ihnen Selbstbestimmung und Subjektqualitäten zu, ist der nächste Schritt, die offensichtlich unzureichende Rechtslage zu korrigieren: Dann dürfte die Tötung eine weit gewichtigere Frage sein als ihre Sexualität.

Ethisch ist es nicht so einfach, wie hier suggeriert wird: Nonchalant auf die »Natur« zu verweisen und eine »Artgrenze« als Argument einzuführen, kann schon formallogisch nicht tragen, da es ein Schluß von einer – vermeintlichen, zu beweisenden – empirischen Tatsache auf ein moralisches Sollen ist. Auch die Behauptung von »Selbstbestimmung« und mithin von einer Subjektqualität von Tieren dürfte schwierig sein und wirft grundsätzliche philosophische Fragen auf: Wie ist das Verhältnis von Bewußtsein, Selbstbewußtsein und Empfindungsfähigkeit? Welche Kriterien gibt es dafür? Welche moralischen Pflichten gegenüber Tieren erwachsen daraus? In der von Dir vorgeführten Argumentation wird das Tier unzulässig vermenschlicht: Maßstäbe, die zwischen Menschen als selbstbewußten Wesen gelten, werden ohne die Behauptung zu überprüfen auf Tiere übertragen. Tiere werden hier nicht vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Lebenswirklichkeit behandelt, sondern analog zu nichteinwilligungsfähigen Menschen betrachtet.

Um zu einem so apodiktischen Urteil zu kommen, müßten in einem rationalen Diskurs einige Voraussetzungen geklärt werden. In den von Drogenhund genannten Quellen wird das versucht. »Pervers« ist aber weder eine tragfähige juristische noch ethische Kategorie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe das Gefühl, daß meine Argumentation überhaupt nicht nachvollzogen wurde. Der letzte Absatz spricht eine deutliche Sprache: »Perverse Gelüste« ist nichts, was in irgendeiner Form für einen rationalen politischen Diskurs geeignet ist. »Perverse Gelüste« ist ein Mittel, das nicht auf Diskussion und Argumente abzielt, sondern an Emotionen appelliert, namentlich an Ekel. Die bloße Behauptung, etwas sei »pervers«, hat keinerlei Aussagegehalt, außer: »Ich finde das pervers und möchte meine ästhetische oder moralische Wertentscheidung anderen vorschreiben.« Zu einer freiheitlichen Politik kann es nicht gehören, anderen aufgrund von Unterstellungen und ästhetischen oder moralischen Werturteilen Rechte abzusprechen. Es braucht Argumente. Freiheiten sollten in einem Rechtsstaat nur dann beschnitten werden, wenn ihre Ausübung mit den Freiheitsrechten anderer kollidiert, nicht um anderen die eigenen Sittlichkeitsvorstellungen aufzuzwingen.</p>
<p>Daß man Zoophilie (oder Sex vor der Ehe, oder Homosexualität, oder Sex zwischen Senioren oder Behinderten, oder Masturbation, oder Hosen zu tragen, oder Röcke zu tragen) selbst amoralisch oder pervers findet, ist kein politisches Argument. Selbstverständlich muß es in einem freiheitlichen Staat möglich sein, auch die sexuellen Bedürfnisse auszuleben, sofern sie sich nicht gegen die Selbstbestimmung anderer richten, selbst und gerade dann, wenn sie irgendjemand für »perverse Gelüste« hält.</p>
<p>Vom »heiligen Internet« war nie die Rede, auch nicht davon, daß es generell nicht reguliert werden dürfe. Mir geht es darum aufzuzeigen, wie von der hessischen CDU eine Politik des Ekels betrieben wird, wie an niedere Instinkte appelliert wird, um eine rationale Auseinandersetzung zu torpedieren.</p>
<p>Die Frage nach der moralischen Bewertung von Zoophilie kann auch ohne Kampfbegriffe wie »pervers« geführt werden.</p>
<p>Juristisch ist die Sachlage klar: Tiere sind im Recht wie Sachen zu behandeln, was darüber hinausgeht ist konsequent im Tierschutzrecht geregelt. Schreibt man ihnen Selbstbestimmung und Subjektqualitäten zu, ist der nächste Schritt, die offensichtlich unzureichende Rechtslage zu korrigieren: Dann dürfte die Tötung eine weit gewichtigere Frage sein als ihre Sexualität.</p>
<p>Ethisch ist es nicht so einfach, wie hier suggeriert wird: Nonchalant auf die »Natur« zu verweisen und eine »Artgrenze« als Argument einzuführen, kann schon formallogisch nicht tragen, da es ein Schluß von einer – vermeintlichen, zu beweisenden – empirischen Tatsache auf ein moralisches Sollen ist. Auch die Behauptung von »Selbstbestimmung« und mithin von einer Subjektqualität von Tieren dürfte schwierig sein und wirft grundsätzliche philosophische Fragen auf: Wie ist das Verhältnis von Bewußtsein, Selbstbewußtsein und Empfindungsfähigkeit? Welche Kriterien gibt es dafür? Welche moralischen Pflichten gegenüber Tieren erwachsen daraus? In der von Dir vorgeführten Argumentation wird das Tier unzulässig vermenschlicht: Maßstäbe, die zwischen Menschen als selbstbewußten Wesen gelten, werden ohne die Behauptung zu überprüfen auf Tiere übertragen. Tiere werden hier nicht vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Lebenswirklichkeit behandelt, sondern analog zu nichteinwilligungsfähigen Menschen betrachtet.</p>
<p>Um zu einem so apodiktischen Urteil zu kommen, müßten in einem rationalen Diskurs einige Voraussetzungen geklärt werden. In den von Drogenhund genannten Quellen wird das versucht. »Pervers« ist aber weder eine tragfähige juristische noch ethische Kategorie.</p>
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	<item>
		<title>Von: Perspektivwechsel</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-659</link>
		<dc:creator>Perspektivwechsel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 15:43:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1904#comment-659</guid>
		<description>Ist es hier wirklich sinnvoll von einvernehmlichem Sex zu reden? Ebenso wie bei Kindern ist ja auch bei Tieren der Mensch gegenüber seinen Haustieren in einer Machtposition. Biologisch definiert sich die Artgrenze dadurch, dass sich Tiere verschiedener Arten nicht paaren - also auch nicht mit Menschen. 
Gerade wenn man die sexuelle Selbstbestimmung von Tieren achtet, muss man sie vor einer sexuellen Ausnutzung durch die Menschen, von denen sie abhängig sind, schützen. Die These, es gäbe kein Opfer, ist absolut zynisch. 
Auch greift das Tierschutzgesetz leider nicht, es kommt nur dann zum tragen, wenn erhebliche Verletzungen bestehen -  und allein schon das Einfordern einer Untersuchung ist schwierig, denn es wird ja - auch bei Unfreiwilligkeit des Tieres, angeblich nichts Verbotenes getan!

Nicht alles, was angeblich das &quot;heilige Internet&quot; bedroht, ist deshalb unsinnig. Unterschiedliche Interessen müssen irgendwie unter einen Hut gebracht werden, das ist Politik. Das Interesse zum Ausleben irgendwelcher perversen Gelüste zählt allerdings nicht dazu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es hier wirklich sinnvoll von einvernehmlichem Sex zu reden? Ebenso wie bei Kindern ist ja auch bei Tieren der Mensch gegenüber seinen Haustieren in einer Machtposition. Biologisch definiert sich die Artgrenze dadurch, dass sich Tiere verschiedener Arten nicht paaren &#8211; also auch nicht mit Menschen.<br />
Gerade wenn man die sexuelle Selbstbestimmung von Tieren achtet, muss man sie vor einer sexuellen Ausnutzung durch die Menschen, von denen sie abhängig sind, schützen. Die These, es gäbe kein Opfer, ist absolut zynisch.<br />
Auch greift das Tierschutzgesetz leider nicht, es kommt nur dann zum tragen, wenn erhebliche Verletzungen bestehen &#8211;  und allein schon das Einfordern einer Untersuchung ist schwierig, denn es wird ja &#8211; auch bei Unfreiwilligkeit des Tieres, angeblich nichts Verbotenes getan!</p>
<p>Nicht alles, was angeblich das &#8220;heilige Internet&#8221; bedroht, ist deshalb unsinnig. Unterschiedliche Interessen müssen irgendwie unter einen Hut gebracht werden, das ist Politik. Das Interesse zum Ausleben irgendwelcher perversen Gelüste zählt allerdings nicht dazu.</p>
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	<item>
		<title>Von: IsodorRodosi</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-656</link>
		<dc:creator>IsodorRodosi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 06:21:33 +0000</pubDate>
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		<description>Guter Artikel. Ich hoffe, das ihn noch viele aufmerksahm lesen werden, und dann wenigstens eine Diskussion nicht von vorn herein ablehnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Artikel. Ich hoffe, das ihn noch viele aufmerksahm lesen werden, und dann wenigstens eine Diskussion nicht von vorn herein ablehnen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: drogenhund</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-654</link>
		<dc:creator>drogenhund</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 21:01:02 +0000</pubDate>
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		<description>Genau das scheint mir der metaphysische Kontext zu sein, vor dem Organisationen wie die Stiftung &quot;Tier im Recht&quot; ein explizites, neuerliches Verbot sexueller Mensch-Tier-Kontakte fordern. Vgl. http://www.tierimrecht.org/de/argumentarium/zoophilie.php - Aufmerksamen Lesern werden manche Formulierungen vielleicht bekannt vorkommen.

Tieren wird die Fähigkeit zur speziesübergreifenden Wahl der Sexualpartner abgesprochen und damit ein neues Unterscheidungsmerkmal Mensch-Tier eingeführt. Dort, wo scheinbar einvernehmliche Sexualkontakte nicht mehr zu leugnen sind, muss dies die Folge von Konditionierung sein und niemals Ausdruck eines nach moralischen Maßstäben hinreichend freien Willens.

Die Würde, die es also dahingehend zu schützen gilt, entspringt somit aus einer Geringschätzung für die soziale Intelligenz von Tieren, die teilweise über Jahrtausende domestiziert und an den Menschen gewöhnt wurden. Eine Intelligenz, die es ihnen ermöglicht hat, neben vielem anderen, zusammen zu jagen, zu spielen und Krieg zu führen.

Anders als Singer vermutet, grenzt sich der Mensch also nicht in jeder Hinsicht so klar vom Tier ab. Allerdings könnte man hier wieder einwenden, dass bei bei den o.g. sozialen Aktivitäten die Rollenverteilung immer schon im Vorhinein feststeht: Zweck an sich ist der Mensch, Mittel zum Zweck das Tier. Vielleicht besteht das Unerhöhrte der Zoophilie also tatsächlich darin, ausgerechnet im moralisch aufgeladenen und tabuisierten Bereich der Sexualität diese Grenzen zu verletzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau das scheint mir der metaphysische Kontext zu sein, vor dem Organisationen wie die Stiftung &#8220;Tier im Recht&#8221; ein explizites, neuerliches Verbot sexueller Mensch-Tier-Kontakte fordern. Vgl. <a href="http://www.tierimrecht.org/de/argumentarium/zoophilie.php">http://www.tierimrecht.org/de/argumentarium/zoophilie.php</a> &#8211; Aufmerksamen Lesern werden manche Formulierungen vielleicht bekannt vorkommen.</p>
<p>Tieren wird die Fähigkeit zur speziesübergreifenden Wahl der Sexualpartner abgesprochen und damit ein neues Unterscheidungsmerkmal Mensch-Tier eingeführt. Dort, wo scheinbar einvernehmliche Sexualkontakte nicht mehr zu leugnen sind, muss dies die Folge von Konditionierung sein und niemals Ausdruck eines nach moralischen Maßstäben hinreichend freien Willens.</p>
<p>Die Würde, die es also dahingehend zu schützen gilt, entspringt somit aus einer Geringschätzung für die soziale Intelligenz von Tieren, die teilweise über Jahrtausende domestiziert und an den Menschen gewöhnt wurden. Eine Intelligenz, die es ihnen ermöglicht hat, neben vielem anderen, zusammen zu jagen, zu spielen und Krieg zu führen.</p>
<p>Anders als Singer vermutet, grenzt sich der Mensch also nicht in jeder Hinsicht so klar vom Tier ab. Allerdings könnte man hier wieder einwenden, dass bei bei den o.g. sozialen Aktivitäten die Rollenverteilung immer schon im Vorhinein feststeht: Zweck an sich ist der Mensch, Mittel zum Zweck das Tier. Vielleicht besteht das Unerhöhrte der Zoophilie also tatsächlich darin, ausgerechnet im moralisch aufgeladenen und tabuisierten Bereich der Sexualität diese Grenzen zu verletzen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-649</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 12:34:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1904#comment-649</guid>
		<description>Danke für die Hinweise, die das Thema noch mal von einer anderen Seite beleuchten. Um die Frage nach der Moral ging es mir mit meinem Artikel erstmal nicht; beim Schreiben habe ich mir aber schon gedacht, daß man über das Thema vertieft nachdenken sollte. An Singer habe ich dabei auch gedacht; beim schnellen Durchblättern der &lt;em&gt;Praktischen Ethik&lt;/em&gt; habe ich allerdings nichts gefunden. Dein Link kommt mir also sehr gelegen.

Interessant finde ich hier, daß Singer eine ähnliche Erklärungsstrategie wie Nussbaum hat. Beide heben ab auf einen tief verwurzelten Wunsch nach einer Differenzierung von der Natur. Singer:
&lt;blockquote&gt;
[T]he vehemence with which this prohibition continues to be held, its persistence while other non-reproductive sexual acts have become acceptable, suggests that there is another powerful force at work: our desire to differentiate ourselves, erotically and in every other way, from animals.
&lt;/blockquote&gt;
Nussbaum (der Einfachheit halber aus dem im Artikel schon zitierten Reason-Interview):
&lt;blockquote&gt;
Disgust, I argue (drawing on recent psychological research), is different. Its cognitive content involves a shrinking from contamination that is associated with a human desire to be non-animal. 
&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Hinweise, die das Thema noch mal von einer anderen Seite beleuchten. Um die Frage nach der Moral ging es mir mit meinem Artikel erstmal nicht; beim Schreiben habe ich mir aber schon gedacht, daß man über das Thema vertieft nachdenken sollte. An Singer habe ich dabei auch gedacht; beim schnellen Durchblättern der <em>Praktischen Ethik</em> habe ich allerdings nichts gefunden. Dein Link kommt mir also sehr gelegen.</p>
<p>Interessant finde ich hier, daß Singer eine ähnliche Erklärungsstrategie wie Nussbaum hat. Beide heben ab auf einen tief verwurzelten Wunsch nach einer Differenzierung von der Natur. Singer:</p>
<blockquote><p>
[T]he vehemence with which this prohibition continues to be held, its persistence while other non-reproductive sexual acts have become acceptable, suggests that there is another powerful force at work: our desire to differentiate ourselves, erotically and in every other way, from animals.
</p></blockquote>
<p>Nussbaum (der Einfachheit halber aus dem im Artikel schon zitierten Reason-Interview):</p>
<blockquote><p>
Disgust, I argue (drawing on recent psychological research), is different. Its cognitive content involves a shrinking from contamination that is associated with a human desire to be non-animal.
</p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: drogenhund</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-648</link>
		<dc:creator>drogenhund</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 22:18:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1904#comment-648</guid>
		<description>Danke für den Artikel.

Wer bei dieser - zugegebenermaßen kontroversen - Thematik weiterlesen möchte, dem sei ein Artikel im Scientific American und ein Aufsatz von Peter Singer empfohlen.

http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=animal-lovers-zoophiles-make-scient-2010-03-24
http://www.utilitarian.net/singer/by/2001----.htm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Artikel.</p>
<p>Wer bei dieser &#8211; zugegebenermaßen kontroversen &#8211; Thematik weiterlesen möchte, dem sei ein Artikel im Scientific American und ein Aufsatz von Peter Singer empfohlen.</p>
<p><a href="http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=animal-lovers-zoophiles-make-scient-2010-03-24">http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=animal-lovers-zoophiles-make-scient-2010-03-24</a><br />
<a href="http://www.utilitarian.net/singer/by/2001----.htm">http://www.utilitarian.net/singer/by/2001&#8212;-.htm</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan^</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-647</link>
		<dc:creator>Stefan^</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 17:56:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1904#comment-647</guid>
		<description>Man kann das noch ein wenig weiter spinnen:
http://www.xtranews.de/2010/04/09/ist-in-hessen-was-im-wasser/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann das noch ein wenig weiter spinnen:<br />
<a href="http://www.xtranews.de/2010/04/09/ist-in-hessen-was-im-wasser/">http://www.xtranews.de/2010/04/09/ist-in-hessen-was-im-wasser/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tweets die Sex mit Tieren – Netzpolitik über Bande &#124; fxneumann · Blog von Felix Neumann erwähnt -- Topsy.com</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/04/09/sex-mit-tieren-netzpolitik-ueber-bande/#comment-646</link>
		<dc:creator>Tweets die Sex mit Tieren – Netzpolitik über Bande &#124; fxneumann · Blog von Felix Neumann erwähnt -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 17:49:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1904#comment-646</guid>
		<description>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von korbinian polk, canary in a coma, Ben Bommer, kleinerluxx, ORDER BY RAND(*) und anderen erwähnt. ORDER BY RAND(*) sagte: RT @fxneumann: Gebloggt: #Sex mit Tieren – #Netzpolitik über Bande http://bit.ly/bXSXTZ Die #CDU #Hessen betreibt »politics of disgust« [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von korbinian polk, canary in a coma, Ben Bommer, kleinerluxx, ORDER BY RAND(*) und anderen erwähnt. ORDER BY RAND(*) sagte: RT @fxneumann: Gebloggt: #Sex mit Tieren – #Netzpolitik über Bande <a href="http://bit.ly/bXSXTZ">http://bit.ly/bXSXTZ</a> Die #CDU #Hessen betreibt »politics of disgust« [...]</p>
]]></content:encoded>
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