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	<title>Kommentare zu: Gegen eine biologische Theorie des Politischen</title>
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	<description>Nachdenken über Politik, Gesellschaft und Kirche.</description>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/06/07/gegen-eine-biologische-theorie-des-politischen/#comment-825</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:34:13 +0000</pubDate>
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		<description>Das sehe ich auch so: Es profitieren ja auch Menschen von einem geänderten Verfahren, die nach externen Merkmalen nicht unterschiedlich sind – der weiße, männliche Mittelklassepirat, der kompetent, aber ohne Rampensau-Qualitäten ist.

Mir stellt sich aber die Frage: Wie kommen wir da hin? Eine Betrachtung mit Werkzeugen der Geschlechterforschung ist da für mich ein Werkzeug. Natürlich entstehen damit auch neue Probleme (Reifizierung; kann&#039;s besser werden, wenn wir das Bild von der schüchternen Frau und dem joschkafischeresken Mann immer weiter tragen?), auch Akzeptanzprobleme (da kann ich dann die Kritik von Piratinnen an Genderdiskursen auch gut verstehen: Wenn Genderdiskurse immer nur Opferrollen thematisieren und damit potentiell reifizieren, wundert es mich nicht, wenn man sich damit nicht solidarisieren oder identifizieren will).

Das Ziel ist hier für mich nicht primär Geschlechtergerechtigkeit, sondern tatsächliche Chancengleichheit zur Partizipation. Methoden für Geschlechtergerechtigkeit und Diversity management (und Kindermitbestimmung) sind Werkzeuge, um das zu bewerten und Lösungsvorschläge zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das sehe ich auch so: Es profitieren ja auch Menschen von einem geänderten Verfahren, die nach externen Merkmalen nicht unterschiedlich sind – der weiße, männliche Mittelklassepirat, der kompetent, aber ohne Rampensau-Qualitäten ist.</p>
<p>Mir stellt sich aber die Frage: Wie kommen wir da hin? Eine Betrachtung mit Werkzeugen der Geschlechterforschung ist da für mich ein Werkzeug. Natürlich entstehen damit auch neue Probleme (Reifizierung; kann&#8217;s besser werden, wenn wir das Bild von der schüchternen Frau und dem joschkafischeresken Mann immer weiter tragen?), auch Akzeptanzprobleme (da kann ich dann die Kritik von Piratinnen an Genderdiskursen auch gut verstehen: Wenn Genderdiskurse immer nur Opferrollen thematisieren und damit potentiell reifizieren, wundert es mich nicht, wenn man sich damit nicht solidarisieren oder identifizieren will).</p>
<p>Das Ziel ist hier für mich nicht primär Geschlechtergerechtigkeit, sondern tatsächliche Chancengleichheit zur Partizipation. Methoden für Geschlechtergerechtigkeit und Diversity management (und Kindermitbestimmung) sind Werkzeuge, um das zu bewerten und Lösungsvorschläge zu machen.</p>
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		<title>Von: Till</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/06/07/gegen-eine-biologische-theorie-des-politischen/#comment-813</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 08:24:25 +0000</pubDate>
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		<description>Den Hinweis auf die Kindermitbestimmung finde ich interessant, danke dafür!

Trotzdem bohre ich nochmal nach, weil ich das Spannungsfeld zwischen &quot;anders und gleich&quot; z.B. bei der Kindermitbestimmung einsichtig finde (Kinder lassen sich leicht ablenken, haben einen anderen Horizont, mit dem sie Entscheidungen bewerten, ... - es geht also tatsächlich um andere Voraussetzungen politischer Beteiligung).

Das auf Geschlecht (oder andere Merkmale, nach denen Menschen in Gruppen unterteilt werden, denen bestimmte Eigenschaften zugesprochen werden) zu übertragen, finde ich schwierig. Natürlich stimmt es, dass das aktuelle politische System bestimmte - eher als &quot;männlich&quot; angesehene - Typen von Diskussions- und Entscheidungsverhalten präferiert. Aber muss diese Frage, wie demokratische Verfahren so gestaltet werden, dass derartigen Präferierungen entgegengearbeitet wird, nicht unabhängig davon gesehen werden, ob nach externen Merkmalen unterschiedliche Menschen sich beteiligen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Hinweis auf die Kindermitbestimmung finde ich interessant, danke dafür!</p>
<p>Trotzdem bohre ich nochmal nach, weil ich das Spannungsfeld zwischen &#8220;anders und gleich&#8221; z.B. bei der Kindermitbestimmung einsichtig finde (Kinder lassen sich leicht ablenken, haben einen anderen Horizont, mit dem sie Entscheidungen bewerten, &#8230; &#8211; es geht also tatsächlich um andere Voraussetzungen politischer Beteiligung).</p>
<p>Das auf Geschlecht (oder andere Merkmale, nach denen Menschen in Gruppen unterteilt werden, denen bestimmte Eigenschaften zugesprochen werden) zu übertragen, finde ich schwierig. Natürlich stimmt es, dass das aktuelle politische System bestimmte &#8211; eher als &#8220;männlich&#8221; angesehene &#8211; Typen von Diskussions- und Entscheidungsverhalten präferiert. Aber muss diese Frage, wie demokratische Verfahren so gestaltet werden, dass derartigen Präferierungen entgegengearbeitet wird, nicht unabhängig davon gesehen werden, ob nach externen Merkmalen unterschiedliche Menschen sich beteiligen?</p>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/06/07/gegen-eine-biologische-theorie-des-politischen/#comment-810</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 12:41:24 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mir in der Tat überlegt, ob ich noch einen Schlenker in Richtung Intersektionalität und Übertragbarkeit der Genderdiskussion auf andere Merkmale machen soll, aus Zeitgründen (und auch aus Kompetenzgründen) habe ich das gelassen. Ich glaube, daß sich meine Argumente auch generell für Diversity-Ansätze verwenden lassen; nur fehlen mir die Erfahrungen, was Inklusion etwa von körperlich oder geistig Behinderten angeht. Ein Feld, mit dem ich mich intensiver beschäftigt habe, ist Kindermitbestimmung: In der Katholischen jungen Gemeinde, dem Verband, in dem ich mich seit langem am intensivsten engagiere, ist das ein zentrales Thema: Ich habe den Eindruck, daß sich auf die Partizipation von Kindern das anwenden läßt, was ich hier am Beispiel Geschlecht diskutiert habe. Formal ist die klassische Plenardebatte natürlich offen, wird aber nicht der Lebenswelt und den Bedürfnissen von Kindern gerecht. (Bei uns sind Kinder etwa auch bei Mitgliederversammlungen stimmberechtigt, was ganz andere Methoden erfordert. Dazu &lt;a href=&quot;http://www.kjg-freiburg.de/attachments/098_Kimi%20Heft%20Mitgliederversammlung.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;»Hosentaschenheft Kindermitbestimmung in der Mitgliederversammlung«&lt;/a&gt;)

So wenig Hautfarbe, Alter, Gesundheit, Behinderung, Geschlecht unter einen Hut zu bringen sind: Mein Ansatz ist, daß es in einer Demokratie notwendig ist, Partizipationsmechanismen dahingehend zu überprüfen, wie Ausschlüssen begegnet werden kann. Selbst wenn »der« Mann und »die« Frau erstmal, prinzipiell und ihrer Natur nach gleich sein sollten, ist doch der Mann und der andere Mann immer noch nicht gleich.

In der Piratinnen-Debatte wurde das Argument aufgeworfen, was denn mit den schüchternen Männern sei. Den Einwurf fand ich sehr treffend: Von einer politischen Kultur, die nicht auf Platzhirsch- und Gorilla-Verhalten ausgerichtet ist, profitieren alle, auch wenn das Problem aus einer feministischen Perspektive heraus benannt wurde.

Meine Bemerkung zum Frauenstatut ist ziemlich aus der Hüfte geschossen (und was ich hier nicht geschrieben habe: Ich sehe auch nicht die Piraten und die Grünen gleich weit vom Ziel entfernt; im Zweifel würde ich mich immer für eine Organisation mit einem alles andere als perfekten Frauenstatut als für eine mit reflexionsresistenter postgender-Attitüde entscheiden; bei uns in der KjG haben wir auch GO-Regelungen, die sehr ähnlich wie euer Frauenstatut sind, und als erste Näherung funktioniert das ja auch). Leider fehlt mir da die Erfahrung von innen, wie bei den Grünen damit umgegangen wird. Die Überprüfung (oder auch schon die Ausarbeitung) meiner These würde mich aber sehr interessieren. Doppelspitzen (in der KjG haben wir eine harte Geschlechterparität in allen Ämtern und nur Kollegialorgane) finde ich sowieso prima; die scheinen mir auch tatsächlich das Instrument zu sein, mit dem man am besten von rein männlichen Normen wegkommt. In der eigentlichen Sitzungsgestaltung scheint mir meine These plausibel, weil von dem Grundsatz einer Diskussion im Plenum nicht abgewichen wird. (Was dann – mit Max Weber – zu einer Führungsauslese von Leuten mit ganz bestimmten Qualitäten führt, und damit auch die Möglichkeit von Platzhirschen wie Joschka Fischer erklärt, die ohne das formale Korsett einer Satzung, einer Geschäftsordnung, informelle Führungspersönlichkeiten sind und faktische Führungspositionen besetzen können). Da wären dann auch meine Ansatzpunkte, um eine verbesserte Partizipation zu erreichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir in der Tat überlegt, ob ich noch einen Schlenker in Richtung Intersektionalität und Übertragbarkeit der Genderdiskussion auf andere Merkmale machen soll, aus Zeitgründen (und auch aus Kompetenzgründen) habe ich das gelassen. Ich glaube, daß sich meine Argumente auch generell für Diversity-Ansätze verwenden lassen; nur fehlen mir die Erfahrungen, was Inklusion etwa von körperlich oder geistig Behinderten angeht. Ein Feld, mit dem ich mich intensiver beschäftigt habe, ist Kindermitbestimmung: In der Katholischen jungen Gemeinde, dem Verband, in dem ich mich seit langem am intensivsten engagiere, ist das ein zentrales Thema: Ich habe den Eindruck, daß sich auf die Partizipation von Kindern das anwenden läßt, was ich hier am Beispiel Geschlecht diskutiert habe. Formal ist die klassische Plenardebatte natürlich offen, wird aber nicht der Lebenswelt und den Bedürfnissen von Kindern gerecht. (Bei uns sind Kinder etwa auch bei Mitgliederversammlungen stimmberechtigt, was ganz andere Methoden erfordert. Dazu <a href="http://www.kjg-freiburg.de/attachments/098_Kimi%20Heft%20Mitgliederversammlung.pdf">»Hosentaschenheft Kindermitbestimmung in der Mitgliederversammlung«</a>)</p>
<p>So wenig Hautfarbe, Alter, Gesundheit, Behinderung, Geschlecht unter einen Hut zu bringen sind: Mein Ansatz ist, daß es in einer Demokratie notwendig ist, Partizipationsmechanismen dahingehend zu überprüfen, wie Ausschlüssen begegnet werden kann. Selbst wenn »der« Mann und »die« Frau erstmal, prinzipiell und ihrer Natur nach gleich sein sollten, ist doch der Mann und der andere Mann immer noch nicht gleich.</p>
<p>In der Piratinnen-Debatte wurde das Argument aufgeworfen, was denn mit den schüchternen Männern sei. Den Einwurf fand ich sehr treffend: Von einer politischen Kultur, die nicht auf Platzhirsch- und Gorilla-Verhalten ausgerichtet ist, profitieren alle, auch wenn das Problem aus einer feministischen Perspektive heraus benannt wurde.</p>
<p>Meine Bemerkung zum Frauenstatut ist ziemlich aus der Hüfte geschossen (und was ich hier nicht geschrieben habe: Ich sehe auch nicht die Piraten und die Grünen gleich weit vom Ziel entfernt; im Zweifel würde ich mich immer für eine Organisation mit einem alles andere als perfekten Frauenstatut als für eine mit reflexionsresistenter postgender-Attitüde entscheiden; bei uns in der KjG haben wir auch GO-Regelungen, die sehr ähnlich wie euer Frauenstatut sind, und als erste Näherung funktioniert das ja auch). Leider fehlt mir da die Erfahrung von innen, wie bei den Grünen damit umgegangen wird. Die Überprüfung (oder auch schon die Ausarbeitung) meiner These würde mich aber sehr interessieren. Doppelspitzen (in der KjG haben wir eine harte Geschlechterparität in allen Ämtern und nur Kollegialorgane) finde ich sowieso prima; die scheinen mir auch tatsächlich das Instrument zu sein, mit dem man am besten von rein männlichen Normen wegkommt. In der eigentlichen Sitzungsgestaltung scheint mir meine These plausibel, weil von dem Grundsatz einer Diskussion im Plenum nicht abgewichen wird. (Was dann – mit Max Weber – zu einer Führungsauslese von Leuten mit ganz bestimmten Qualitäten führt, und damit auch die Möglichkeit von Platzhirschen wie Joschka Fischer erklärt, die ohne das formale Korsett einer Satzung, einer Geschäftsordnung, informelle Führungspersönlichkeiten sind und faktische Führungspositionen besetzen können). Da wären dann auch meine Ansatzpunkte, um eine verbesserte Partizipation zu erreichen.</p>
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		<title>Von: Till</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/06/07/gegen-eine-biologische-theorie-des-politischen/#comment-809</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 10:06:12 +0000</pubDate>
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		<description>Würdest du anders argumentieren, wenn die von dir ausgeklammert nature-nurture-Debatte klar machen würde, dass Frauen und Männer erstmal nicht unterschiedlich sind? (Oder nochmal anders gefragt: ich habe den Eindruck, dass die Argumente in den letzten Absätzen nicht so lauten würden, wenn es nicht um Geschlecht ginge, sondern z.B. um Hautpigmentierungen - die ja gesellschaftlich ebenfalls mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen und damit verbunden unterschiedlichen Doings und Selbstkonstruktionen verbunden sind). 

Die Bemerkungen zum Frauenstatut der Grünen als affirmative action in Richtung männlicher Normen finde ich dagegen spannend, bin mir aber nicht sicher, ob sie zutreffen. Zumindest ein kleines bißchen hat die politische Praxis (z.B. das Beharren auf Doppelspitzen, was schon am patriarchalischen Ideal kratzt - es gibt Gründe, warum Fischer sich da nie so richtig drauf einlassen wollte) das System aber auch verbogen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Würdest du anders argumentieren, wenn die von dir ausgeklammert nature-nurture-Debatte klar machen würde, dass Frauen und Männer erstmal nicht unterschiedlich sind? (Oder nochmal anders gefragt: ich habe den Eindruck, dass die Argumente in den letzten Absätzen nicht so lauten würden, wenn es nicht um Geschlecht ginge, sondern z.B. um Hautpigmentierungen &#8211; die ja gesellschaftlich ebenfalls mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen und damit verbunden unterschiedlichen Doings und Selbstkonstruktionen verbunden sind). </p>
<p>Die Bemerkungen zum Frauenstatut der Grünen als affirmative action in Richtung männlicher Normen finde ich dagegen spannend, bin mir aber nicht sicher, ob sie zutreffen. Zumindest ein kleines bißchen hat die politische Praxis (z.B. das Beharren auf Doppelspitzen, was schon am patriarchalischen Ideal kratzt &#8211; es gibt Gründe, warum Fischer sich da nie so richtig drauf einlassen wollte) das System aber auch verbogen.</p>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/06/07/gegen-eine-biologische-theorie-des-politischen/#comment-808</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 09:38:52 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für den Hinweis, das Stichwort war mir noch nicht bekannt. (Ich hoffe, die zweite Klammer nach »hirnphysiologisch zumal« rückt meine Position genug zurecht.) Als wär&#039;s abgesprochen, ist heute in der Zeit ein Artikel zum Thema: &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/wissen/2010-06/hirnentwicklung-kleinkinder-geschlechter?page=all&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Was Mädchen zu Mädchen und Jungs zu Jungs macht&lt;/a&gt;, in dem auch der in der Frage erwähnte Simon Baron-Cohen auseinandergenommen wird.

Mir geht&#039;s gerade darum, die angebliche Objektivität von Wissenschaft nicht einfach so hinzunehmen; ethische Debatten mit naturalistischen Argumenten zu führen ist immer unersprießlich (das zeigen ja auch die grotesk ausführlich geführten Debatten, ob es nun ein post-abortion syndrome gibt oder nicht, obwohl das für die ethische Bewertung von Abtreibung völlig unerheblich ist) und verkennt auch die Natur sowohl ethischer Argumente als auch naturwissenschaftlicher.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Hinweis, das Stichwort war mir noch nicht bekannt. (Ich hoffe, die zweite Klammer nach »hirnphysiologisch zumal« rückt meine Position genug zurecht.) Als wär&#8217;s abgesprochen, ist heute in der Zeit ein Artikel zum Thema: <a href="http://www.zeit.de/wissen/2010-06/hirnentwicklung-kleinkinder-geschlechter?page=all">Was Mädchen zu Mädchen und Jungs zu Jungs macht</a>, in dem auch der in der Frage erwähnte Simon Baron-Cohen auseinandergenommen wird.</p>
<p>Mir geht&#8217;s gerade darum, die angebliche Objektivität von Wissenschaft nicht einfach so hinzunehmen; ethische Debatten mit naturalistischen Argumenten zu führen ist immer unersprießlich (das zeigen ja auch die grotesk ausführlich geführten Debatten, ob es nun ein post-abortion syndrome gibt oder nicht, obwohl das für die ethische Bewertung von Abtreibung völlig unerheblich ist) und verkennt auch die Natur sowohl ethischer Argumente als auch naturwissenschaftlicher.</p>
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	<item>
		<title>Von: lantzschi</title>
		<link>http://fxneumann.de/2010/06/07/gegen-eine-biologische-theorie-des-politischen/#comment-806</link>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 21:33:00 +0000</pubDate>
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		<description>Dass Männer und Frauen hirnphysiologisch unterschiedlich sind, ist erstmal eine These, die bereits widerlegt wurde. Stichwort Hirnplastizität.

Dass Naturwissenschaft nie frei von geschlechtlichen Zuschreibungen ist, zeigen verschiedene Studien, die ins Alltagswissen übergegangene &quot;Fakten&quot; erneut versucht haben, herzustellen. Mit den gleichen Experimenten. Sie kamen mit einiger Gendersensibilität auf andere Ergebnisse. 

Nur ein erster Reflex beim Lesen deines Textes, jetzt weiter :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Männer und Frauen hirnphysiologisch unterschiedlich sind, ist erstmal eine These, die bereits widerlegt wurde. Stichwort Hirnplastizität.</p>
<p>Dass Naturwissenschaft nie frei von geschlechtlichen Zuschreibungen ist, zeigen verschiedene Studien, die ins Alltagswissen übergegangene &#8220;Fakten&#8221; erneut versucht haben, herzustellen. Mit den gleichen Experimenten. Sie kamen mit einiger Gendersensibilität auf andere Ergebnisse. </p>
<p>Nur ein erster Reflex beim Lesen deines Textes, jetzt weiter <img src='http://fxneumann.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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